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Schaffa, schaffa … – Tag 38, 39 und 40

November 27, 2008

Schöne Grüße aus der ‚National Foods Kings Meadows‘ – Cheesefactory in Launceston. Denn dort arbeite ich nun seit Dienstag (komisch irgendwie verschlägts mich immer in die Käse-Unternehmen).

Am Dienstag hatte ich um 9Uhr meine ‚introduction‘ in welcher mir das Unternehmen gezeigt wurde und ich einen Berg von Unterlagen durchlesen und unterzeichnen musste (Verschwiegenheitspflicht, Sicherheitsregeln, Hygienevorschriften und und und; wie wenn ich das nicht schon kannte. Haalloo? Klar wasch ich mir die Hände nach dem Toilettengang. Aber naja is halt Pflicht mir das zu sagen). Das Problem war nur, dass ich nicht allein da war, sondern zwei andere Australier auch an dem Tag anfingen. Also nicht das war das Problem, sondern dass die halt nach ner gewissen Zeit das ganze Zeug durchgelesen hatten, während ich noch bei der Hälfte oder so steckte. Tat mir ja echt Leid, aber das war nicht grad die einfachste Lektüre und ich muss das ja lesen, übersetzen und verstehen. Das hieß die mussten warten bis ich fertig war. Doof gelaufen irgendwie. Aber irgendwann hab ichs dann auch geschafft.

Danach gings dann los. Hab nen ganz anspruchsvollen Job zu Anfang gehabt. Ich musste 2kg-Feta-Eimer abtrocknen. Jaja, hart verdientes Geld, ne? Dann hieß es auf einmal um 13Uhr, wir können nach Hause gehen, Arbeit sei für heute erledigt und ich dachte nur: wie jetzt? Haben dann aber doch noch bis 3Uhr gearbeitet und da dann Tüten aufgerissen.

Gestern morgen wusste ich dann, wofür die waren. Einschub: Ich musste mit dem Taxi zur Arbeit fahren. Du kommst dir schon irgendwie komisch vor, aber ich muss so früh (naja 7Uhr) dort anfangen, dass die da in Tasmanien noch keine öffentlichen Verkehrsmittel einsetzen. Und 4km laufen… da bin ich morgens noch nicht dazu fähig. Weiter: Also die Tüten waren dann dazu da, den Feta mit ner Maschine abzufüllen. Da musste ich dann also die Tüten in Kisten packen, oder diese zukleben und auf eine Palette beigen. War ganz schön anstrengend (wisst ja, ich und körperliche Arbeit). 6 Paletten à 63 Kisten à 6 Tüten à 750gr Feta-Käse. Um 13Uhr waren wir damit fertig und dann musste ich wieder (ratet mal) Feta-Eimer trockenwischen (diesmal 1kg; is das dann ein Auf- oder Abstieg meiner Karriere?). Nach neun Stunden, durfte ich dann aufhören.

Außerdem hatte man mir gesagt, dass man mich für heute nicht brauche (das wird mir immer erst am Tag davor gesagt, ob ich kommen soll oder nicht), da nicht genug Arbeit da sei, um alle zu beschäftigen, ich dürfte mir also einen schönen Tag machen. Ja gut, nach eineinhalb Tagen kommt das ein bisschen früh, ne? Aber naja, dann bleib ich halt mit dem Fidle daheim und steh nicht um halb sechs auf, soll mir auch recht sein. Morgen geht’s dafür weiter (hab schon den Anruf bekommen).

So kann ich euch also im Moment nicht viel berichten, außer mein Arbeitsleben. Ach ja. Hab ich schon erwähnt dass die Australier einen beschissenen Akzent haben *ärger*. Ich kann mich mit keinem meiner Kollegen richtig unterhalten, da ich die halt wirklich nicht verstehe. Selbst auf Nachfragen versuchen die nicht deutlicher zu reden… Ich glaub ja nicht, dass sich mein Englisch hier verbessert, kann nur noch schlimmer werden.

Wie dem auch sei, wünsch euch warme Gedanken in eurer kalten Heimat (bei mir beginnt grad die Kirschensaison, happa happa lecker)
eure Andrea

PS: Heute kein Bild, da ich außer der Fabrik nix gesehen hab, und noch nicht weiß, ob ich da Fotos machen darf. Mal sehen, wahrscheinlich frag ich auch erst am Ende, oder so.

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