Archive for Januar 2009

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Just relax – Working HOLIDAY Visa

Januar 31, 2009

Der TeapotJust relax! Das ist es, was ich eigentlich hier zurzeit mache. Ich sollte normalerweise schon längst in meiner Planung, bzw. schon auf meinem Trip rund um Australien unterwegs sein. Aaaber ich bin grad einfach nur faul und genieße es hier. Und ganz ehrlich, ich finde das gehört dazu. Jeden Tag ein bisschen Programm, Shopping und Sommersonne genießen.

So war ich zum Beispiel mit einem deutschen Pärchen, das ich hier zufällig kennen gelernt habe im
‚Australia Museum‘, welches zum größten Teil die australischen Tiere, Pflanzen und Steine ausstellt. Total interessant, aber auch erschreckend. Wenn dann zum Beispiel die riiiiiiiiiiesen Spinnen und Kakerlaken siehst, die hier ganz normal sind, wird’s dir schon anders. Außerdem lernst auch: NIE baden gehen, wenns nicht wirklich erlaubt ist. Diverse Quallen zum Beispiel töten dich innerhalb von vier Minuten. Da ich nicht schnell genug wäre, gibt’s nicht mehr zu sagen wie: blubb, blubb, blubb.

Wenn dich nicht ‚tierisch‘ weiterbildest, dann genießt zum Beispiel das schöne Wetter hier (wir haben ca. 25-30°C, angenehme Temperaturen im Gegensatz zu Rest Australien, wie Adelaide à 45° oder Melbourne à 42°). So verbring ich viel Zeit im Park oder schlendere in der Stadt, in den Shopping-Malls oder den Wochenmärkten umher. War bisher recht tapfer. Geb gar nicht soo viel Geld aus.

Eins stellt man hier fest: Wenn man überall Mädels (egal welcher Figur) in richtig (!) knappen Kleidchen rumrennen sieht, die den Ar*** ähh, Bump gerade noch so verdecken, dann bist definitiv wieder auf dem Mainland. Also auf und denen hinterher, die führen dich in die richtigen Bars und Clubs. Uuh, ich muss euch von Teapots erzählen. Das ist ne tolle Erfindung. Das ist ein Cocktail, der in ner Teekanne serviert wird und dazu kleine Schnapsgläschen. Uuh, könnt ich mich tot saufen dran – prima Partygetränk und –gag (hehe, hab ein Discountkärtchen dafür – hehe).

Wenn wir nicht feiern, dann verbringen wir oft Zeit mit Patis Freundin und ihrem Freund. Haben zum Beispiel gestern Wurstsalat und Bratkartoffeln für sie gekocht. Die skeptischen Gesichter waren schnell überzeugt und wir konnten es somit unter Erfolg abstempeln…

Sobald dann müde von der ganzen Feierei oder Fresserei bist und dir außerdem die Füße wehtun, ist Strand angesagt. Ist ganz toll, denn Pati wohnt nähe eines Strandes und so ist es einfach, da hin zu gehen und die Nachmittagssonne (ich sollt meine Allergie ja nicht herausfordern) zu genießen.

Und da ich dieses Leben momentan nicht so schlecht finde und außerdem nicht sonderlich weiterkomm mit meiner Tour und mir auch noch ein wenig unschlüssig bin, was als nächstes kommt, wird Sydney vermutlich für noch ne Woche meine Heimat bleiben…

Deshalb schöne Grüße aus der heimatlichen Metropole
eure Andrea

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Hello Mainland – Back to Citylife

Januar 26, 2009

Australia DayIch bin endlich wieder im Geschehen. Ich bin in Sydney, yippie. So schön es auf Tasmanien auch war, denn ich hab mich tierisch wohl gefühlt und so schlimm es für mich die ersten drei Wochen in Sydney war, ich bin so froh wieder hier zu sein. Ich kenn nun die Stadt, weiß wo ich hin muss, wenn ich nach etwas suche und genieße einfach nur, dass dir alle Möglichkeiten offen stehen…

Alleine bin ich auch mal wieder nicht, puh. Hab mich gestern gleich mit Patricia getroffen, die jetzt in einer WG in Sydney lebt. Haben den Tag über mit Joke verbracht und unter anderem mit ihrem Mitbewohner und später mit einer ihrer besten Freundinnen und australischem Freund. War rundum ein ereignisreicher und doch recht fauler und schöner Tag.

Pati und Joke arbeiten inzwischen hier und haben sich deshalb häuslich niedergelassen. So neidisch wie ich natürlich bin, bin ich seither nun am überlegen, ob ich die Zeit in Sydney noch ein wenig verlängern sollte und mich mal nach was umsehe… bin sooo unschlüssig. Aber egal…

Heute war dann ‚AUSTRALIA DAY‘ und das heißt mal wieder Highlife in Sydney. Australia Day ist der Nationalfeiertag Australiens uns hängt mit der Entdeckung und Besiedlung dieses Landes zusammen. An diesem Tag wird aber nicht nur einfach genossen, dass man nicht zu arbeiten hat, es wird gefeiert. Und das heißt für Sydney: Essen, Musik und Party…

Neben dem morgendlichen Fährenrennen, den imposanten Märkten, dem leckeren Essen und den Konzerten von rund 70 Bands haben wir dann endlich noch unser Feuerwerk nachgeholt, welches abends am Hafen stattfand. Es war also was los – den ganzen Tag.

Und mal wieder muss ich sagen, da sind die Australier total verrückt in der Hinsicht. Dieser Tag ist enorm wichtig für sie und wird auch von vielen schon Wochen zuvor geplant. Außerdem rennen alle in Australien-Shirts, mit Australien-Cappies oder mit Australien-Flagge in der Hand und Australien-Abziehtattoo rum. Aber wie wir so sind, konnten wir uns das natürlich nicht entgehen lassen und haben uns auch gleich markieren lassen… also auch verrückt. Wusst ich schon immer.

Ach ja und wisst ihr noch was: Die Welt ist klein. Ich bin heut zufällig einem Kerl über den Weg gelaufen, der mit dem gleichen Flieger wie ich kam und mit dem ich zuvor schon immer viel geschrieben hatte (nicht seit wir hier sind) und später dann einer früheren Para-Klässlerin. Und das mitten in Sydney, am anderen Ende der Welt… Wenn das nicht Schicksal ist.

Jetzt aber. Morgen geht der Ernst des Lebens wieder los… das heißt planen, recherchieren und mich mit der Materie ‚Arbeiten und Reisen‘ (Work and Travel) befassen.

Also dann wünsch ich euch erst mal noch ein Happy New Year (hehe, ich fühl mich jetzt endlich als ob wir das hätten) und hoff ihr habt ne schöne Woche.

Grüße aus dem feiernden Kontinent
eure Andrea

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Bye Bye Tassie – 10 Wochen Tasmanien

Januar 24, 2009

Die Daenin und ichEs ist soweit, mein letzter Tag in Hobart und damit auf Tasmanien ist angebrochen. Hab die letzten vier Tage hier ziemlich genossen und bin jetzt aber auch froh, endlich mein ‚geplantes Abenteuer‘ zu starten. In ein paar Stunden geht mein Flieger und das heißt Ade angenehmes Wetter, Hallo Hitze.

Aber nun ein bisschen was zu den letzten Tagen… Hab ein paar Dinge unternommen und auch neue Leute kennen gelernt. War zum Beispiel hier im Städtchen unterwegs, hab den Hafen erkundet und war auf dem Salamanca Market (Samstagsmarkt in Hobart am Hafen). Ganz nett hier in Hobart, aber recht ruhig und teilweise auch langweilig leider. Meistens bist unterwegs gewesen, um was essbares zu finden (auf dem Markt zum Beispiel ‚deutsche Weißwurst‘), da der örtliche Supermarkt so teuer ist, dass nicht über kochen nachdenken musst (ok, das typische Billig-Backpackergericht hätt ich machen können – Nudeln mit Fertig-Tomatensauce – isst wirklich JEDER Backpacker!!!).

Vor zwei Tagen hab ich dann eine Port Arthur-Tages-Tour gebucht. Haben uns die Geschichte (naja, 130 Jahre is nich soo viel) erzählen lassen und etliche Stopps auf dem Weg dorthin gehabt um zu erkunden und zu lernen. Port Arthur war nett zu sehen, aber leider nicht so sehr interessant, da halt nur noch Ruinen, also Mauern ohne Dach und ohne Gegenstände etc. übrig waren. Mit einem Heftchen bewaffnet musstest dich dann selbst schlau machen.

Gestern wars dann schon besser. Ich war zuerst in der deutschen Bäckerei hier in Hobart und hab mit ne Brezel und zwei Streuselteile gekauft (mmmmmhhhh). Mittags hab ich ne 1 ½ Stunden Jetboot-Tour gemacht. Das war sooooo toll. Haben die Gegend hier ein wenig erkundet und sind vor allem immer wieder mal über die Wellen geprescht. Ich weiß was ich mal machen möchte wenn ich groß bin (s’Problem is, ich werd nie groß), ich werd Jetboot-Fahrer. Das war so spaßig und der Crew ebenso angesehen, wieso die das machen. Einer von ihnen hat mir hinterher erzählt es gibt nichts Schöneres für ihn als morgens aufzustehen und zur Arbeit zu gehen. Beneidenswert.

Abends war ich immer in Gesellschaft. Hab mir am Anfang gedacht Sch***e, jetzt bist wirklich wieder alleine, aber dem war nicht so. Hab gleich am zweiten Abend einen Typen hier im Hostel kennen gelernt (Jens, 21 Deutscher), den ich angesprochen hatte. Hab das 100 Stunden gegen den Wind gehört, dass er Deutscher ist (mir ist nie aufgefallen wie bescheuert sich der deutsche Akzent im Englischen anhört – aber leider bei allen, also wahrscheinlich auch bei mir) und dadurch sind wir ins Gespräch gekommen. Hab dann den ganzen Abend bis in die Nacht mit ihm gequasselt.

Auf der Port Arthur-Tour hab ich auch etliche Leute in meinem Alter kennen gelernt und so kam es dann zum Beispiel, dass wir alle gemeinsam ausgingen (ca. 8 Leute). Als die meisten bereits abgereist sind, hab ich mich dann immer noch mit einem dänischen Pärchen getroffen, die auch auf der Tour dabei waren und so war ich eigentlich immer in Gesellschaft. Hoff das geht so weiter…

Muss jetzt noch ein paar Stunden totschlagen, da es regnet und ich nicht weiß was bei Regen unternehmen, Touren gehen zu lange, laufen wirst nass und im Hostel rumsitzen is langweilig, also mal überlegen.

Wünsch euch was und hoff ihr winkt mit mir heut Abend zum Abschied *schnief*
eure Andrea

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Wwoofing Lorinna – Tage zähl ich nicht mehr…

Januar 21, 2009

Familie de Burgh-DayDa bin ich wieder… ! Für alle denen es nicht aufgefallen ist, ich bin die letzten zwei Wochen (5.1.-20.1.09) verschollen gewesen, genauer gesagt in einem großen Loch (auch Tal genannt) mit Namen Lorinna. Dort hab ich auf ner Farm gearbeitet um dafür freie Unterkunft und freies Essen zu erhalten.

Ich war bei der Familie de Burgh-Days die aus Mama Geraldine (65), Papa Paul (um die 70) und Tochter Catherine (20) besteht. Diese besitzen einen biologischen Hof und sind Selbstversorger. Sie haben eigenen Gemüsegarten, Milchkühe, Rinder und große Felder mit Weizen, … und außerdem noch Spielzeug wie Kaninchen, Meerschweine, Katzen etc.

Wir Wwoofer (Willing Workers on Organic Farms): Misa (21, Japanerin – wir kamen gemeinsam und gingen gemeinsam) und über die Dauer drei Jungs (Franzose, Australier, Norweger) hatten dann die Aufgaben Unkraut jähten, Heuen, Kochen, Backen, Putzen, Holz beigen, Tiere versorgen, Metalle polieren… Ich wurde nach einiger Zeit als neue Hausfrau eingestellt, da ich wegen meiner Allergie darum gebeten hab nicht so viel in der Sonne zu sein. Dass ich daraufhin 3 Käse, 9 Laib Brot, 6 Apfelbrote, 2 Apfelkuchen eine Tart und diverse Abendessen zubereiten würde, hätte ich zu Beginn nicht erwartet (ich als die Ultra-Non-Köchin).

Aber es war recht interessant, wenn auch ein wenig zu viel Arbeit, wie eigentlich der Wwoof-Vertrag vorschreibt. Naja, haben dafür gutes Essen (jeden Tag frische Biokost), edelste Weine (hatten zuvor einen Weinhandel, tranken jeden Abend mind. 10 Jahre alte Weine) und Abwechslung gehabt. Nicht viele können behaupten, dass sie innerhalb von zwei Wochen dabei zugesehen haben, wie man ein Wallaby, ein Possum und ein Schaf enthäutet hat und es danach aßen (übrigens yammi, Possum is nicht schlecht).

Für die Wochenendstimmung hat dann die ‚Gemeinde‘ Lorinna gesorgt. Einmal gabs einen Videoabend in der man sich in der ‚Hall‘ versammelt hat um nen französischen Film zu sehen und dieses Wochenende war zuerst PizzaNite in der es die leckersten Pizzen gab und außerdem BBQ+Band, was heißt, dass wir grillten und eine bekannte Band aus Melbourne für den 60-80 Mann-Ort spielte (war übrigens recht gut, wer gucken will: ‚Milk‘).

Es war im Großen und Ganzen eine ganz gute Erfahrung und ich denk ich hab einiges dazu gelernt. Außerdem hab ich Massen an Geld gespart und mindestens ein bis zwei Kilo zugenommen (nicht schlecht ne?! Ohne einen Cent).

Nun bin ich gestern in Hobart angekommen und werde die nächsten vier Tage hier zubringen. Danach geht’s mit dem Vogel zurück aufs Mainland und da geht dann die große Reise von Sydney los… Na dann drückt mir mal die Daumen – den gleichen Plan hatte ich vor drei Monaten schon mal.

Meine Sorge ist im Moment leider noch das Wetter, ich glaub das macht mir noch nen Strich durch die Rechnung, da es gerade ungemein heiß dort oben da ist. Na mal sehen. Hoff ihr seid alle fit und munter und lassts kräftig krachen. Ich muss mich jetzt um meinen Laptop kümmern, der mir meine komplette Festplatte inklusive Fotos, Dokumente und Musik gelöscht hat. Sowas ist super, vor allem in nem Land, in dem du keinem erklären kannst, was dein Problem ist (apropro Problem in fremden Land: bin den ganzen Morgen schier verrueckt geworden, weil der Bankautomat kein Geld mehr ausgespuckt hatte und ich auf nur noch 10Euro sass – is jetzt zum Glueck geklaert – sorry Mapa fuers Wecken!).

Also toi toi toi.

Farmergrüße aus der Hauptstadt Tasmaniens
eure Andrea

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Frohes Neues Jahr! – Tag 66, 67, 68 … und 75

Januar 1, 2009

Bay of Fires Hallihallo hier spricht die Urlauberin…

Also zu allererst – I WISH YOU A HAPPY NEW YEAR 2009 !!!

Bin wieder heil von meinem ersten richtigen Campingtrip heimgekommen. War total schön, aber leider auch total anstrengend. Erzähl auch nur im Kurzformat heute (hoff zumindest) – ist sonst wahrscheinlich immer recht langweilig.

Heilig Abend gings mit Simone von Launceston nach ‚Bay of Fires‘ los (lange – ca. 5 Stunden – und holprige Fahrt – der alte Ford halt leider ein bisschen leiden müssen). Eine der schönsten Strände hier in Tasmanien. Hier haben wir dann natürlich auch unser Zelt aufgeschlagen, und somit Weihnachten am Strand verbracht. Der Strand war traumhaft, das Wasser aber leider etwas zu kalt und das Essen auch nicht so weihnachtlich (Sandwiches mit ein bisschen Alkohol zum Anstoßen) aber alles in allem, hab ich meine Aussage, dass ich ein sommerliches Weihnachten verbringen werde, verwirklicht.

Am nächsten Tag gings dann an der Ostküste runter, durch sämtliche kleinen Orte mit gelegentlichen Pausen. Unser festliches 1. Weihnachtstags-Essen waren dann kalte Nudeln mit Tomatensauce und Parmesan, juhu! Aber natürlich am Strand mit umfunktioniert zu nem primitiven Picknick. Danach noch ein bisschen Badepause und dann weiter. Unsere nächste Absteige war ein Campingplatz nähe ‚Coles Bay‘ an einer Lagune. Leider zuuu viele Moskitos.

Am 26. haben wir dann den ‚Freycinet National Park‘ in Angriff genommen, der für das ‚Wineglass Bay‘ – Strand in der Bucht – bekannt ist (alles in den Fotos nachschauen). Dafür mussten wir circa ne halbe Stunde nen anstrengenden Pfad den Berg hochlaufen um zum Aussichtspunkt zu gelangen. Wir hätten die Möglichkeit gehabt, auch noch ne zwei Stunden-Tour dahin zu machen, war aber nicht so angetan von der Sache und das Wetter war auch nicht strandtauglich. Da dann mal ne Dusche fällig war (schlimmste ever – heiß oder kalt, nix dazwischen), haben wir uns in ner Jugendherberge in Hobart – der Hauptstadt Tasmaniens niedergelassen und eine Nacht ein normales Bett und Stadtleben genossen.

Eine Nacht später gings ab nach ‚Bruny Island‘, da wir dort Hajo und Petra treffen wollten. Leider konnten wir sie weder erreichen noch finden. Haben aber dafür wieder alle möglichen Strände abgeklappert und uns die Insel ein wenig angesehen. Zum Schluss sind wir mit dem TOTAL geländetauglichen Ford-Geppele auf dem Strand entlang dem Wasser zum nächsten Campingplatz gefahren. War ein Erlebnis, alle fünf Sekunden denkst, ooooje jetzt bleiben wir stecken, vor allem, wenn die Vierradantrieb-Autos rechts und links im Sand feststecken…

Sonntag erkundeten wir noch ein bisschen weiter die Insel, bis wir irgendwann Gott sei Dank eine Nachricht von den beiden bekommen haben. Sie waren schon im Süden Tasmaniens und wenn wir wollten, könnten wir dahin nachkommen. Also gings ab nach Lune River zu einem ziemlich interessanten Abenteuer. Wir wohnten bei einem Japaner (Hisao), der seit ca. 30 Jahren in Australien ist und zwischendurch 2 Jahre mit den Aborigines lebte. Er haust SEEEEEHR basic, das heißt, er hat seine Bude selbst gebrettert, alle Wände offen, nur mit Teppich abgehängt, schläft auf dem Boden auf nem Fell, kocht über ner Feuerstelle im Boden seines Hauses, beheizt die Badewanne mit einem Feuer, kühlt seine Lebensmittel in nem Loch unter dem Boden und schöpft Wasser mit einem großen Topf aus seiner eigenen Quelle. Ich hab sowas noch nie erlebt. Total interessant.

Nachdem wir den nächtlichen Sturm überlebt hatten (und mein Zelt glücklicherweise standen blieb) sind Hajo, Petra, Andi, Runessa und ich nach St. Helens weitergezogen. Dort durften wir im Haus einer australischen Familie hausen (Mama Suzanne, Papa Stuart und Tochter Emma -10-) und haben mit denen zusammen gegessen, getrunken und Spaß gehabt. Irre diese Leute. Also wirklich verrückt, die Mama des Hauses hat dann noch allein bis 3Uhr nachts Party gemacht, laut Musik gehört, getrampelt, getanzt und gesungen. Sowas sei hier anscheinend gar nicht so unüblich. Das war ne Erfahrung – leider eine schlaflose.

Am nächsten Tag gings leider schon wieder nach Hause, da noch ein paar Dinge für Hajo und Petra anstanden. Ich bin dann zufällig in Simones Haus auf Patricia und Yoka gestoßen, die nun dort wohnen und haben uns natürlich dann gleich für Silvester verabredet.

Das heißt gestern Abend wurde gemeinsam gekocht (Känguru natürlich) und danach gings in die City. Leider waren die Mädels ziemlich schnell ‚angetütelt‘ gewesen, was bedeutet, wir sind nicht mehr weit gekommen. Bin froh, dass wir aber das 3Minuten-Feuerwerk sehen konnten. Haben ein paar Jungs kennengelernt und wollten mit denen in die Disko aber 10€ Eintritt ist schon viel für Backpacker. Simone war leider ne totale Spaßbremse, so kam es, dass wir halt noch in nem Pub bis halb 3 gefeiert haben und dann gings heim.

Ja, kürzer geht’s net, sorry, aber seid ihr ja nun schon von mir gewöhnt, oder?!
Ok, hoff ihr habt schön gefeiert und die Korken knallen lassen,
Ich sende euch schöne Neujahrsgrüße vom anderen Ende der Welt.