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Wwoofing Lorinna – Tage zähl ich nicht mehr…

Januar 21, 2009

Familie de Burgh-DayDa bin ich wieder… ! Für alle denen es nicht aufgefallen ist, ich bin die letzten zwei Wochen (5.1.-20.1.09) verschollen gewesen, genauer gesagt in einem großen Loch (auch Tal genannt) mit Namen Lorinna. Dort hab ich auf ner Farm gearbeitet um dafür freie Unterkunft und freies Essen zu erhalten.

Ich war bei der Familie de Burgh-Days die aus Mama Geraldine (65), Papa Paul (um die 70) und Tochter Catherine (20) besteht. Diese besitzen einen biologischen Hof und sind Selbstversorger. Sie haben eigenen Gemüsegarten, Milchkühe, Rinder und große Felder mit Weizen, … und außerdem noch Spielzeug wie Kaninchen, Meerschweine, Katzen etc.

Wir Wwoofer (Willing Workers on Organic Farms): Misa (21, Japanerin – wir kamen gemeinsam und gingen gemeinsam) und über die Dauer drei Jungs (Franzose, Australier, Norweger) hatten dann die Aufgaben Unkraut jähten, Heuen, Kochen, Backen, Putzen, Holz beigen, Tiere versorgen, Metalle polieren… Ich wurde nach einiger Zeit als neue Hausfrau eingestellt, da ich wegen meiner Allergie darum gebeten hab nicht so viel in der Sonne zu sein. Dass ich daraufhin 3 Käse, 9 Laib Brot, 6 Apfelbrote, 2 Apfelkuchen eine Tart und diverse Abendessen zubereiten würde, hätte ich zu Beginn nicht erwartet (ich als die Ultra-Non-Köchin).

Aber es war recht interessant, wenn auch ein wenig zu viel Arbeit, wie eigentlich der Wwoof-Vertrag vorschreibt. Naja, haben dafür gutes Essen (jeden Tag frische Biokost), edelste Weine (hatten zuvor einen Weinhandel, tranken jeden Abend mind. 10 Jahre alte Weine) und Abwechslung gehabt. Nicht viele können behaupten, dass sie innerhalb von zwei Wochen dabei zugesehen haben, wie man ein Wallaby, ein Possum und ein Schaf enthäutet hat und es danach aßen (übrigens yammi, Possum is nicht schlecht).

Für die Wochenendstimmung hat dann die ‚Gemeinde‘ Lorinna gesorgt. Einmal gabs einen Videoabend in der man sich in der ‚Hall‘ versammelt hat um nen französischen Film zu sehen und dieses Wochenende war zuerst PizzaNite in der es die leckersten Pizzen gab und außerdem BBQ+Band, was heißt, dass wir grillten und eine bekannte Band aus Melbourne für den 60-80 Mann-Ort spielte (war übrigens recht gut, wer gucken will: ‚Milk‘).

Es war im Großen und Ganzen eine ganz gute Erfahrung und ich denk ich hab einiges dazu gelernt. Außerdem hab ich Massen an Geld gespart und mindestens ein bis zwei Kilo zugenommen (nicht schlecht ne?! Ohne einen Cent).

Nun bin ich gestern in Hobart angekommen und werde die nächsten vier Tage hier zubringen. Danach geht’s mit dem Vogel zurück aufs Mainland und da geht dann die große Reise von Sydney los… Na dann drückt mir mal die Daumen – den gleichen Plan hatte ich vor drei Monaten schon mal.

Meine Sorge ist im Moment leider noch das Wetter, ich glaub das macht mir noch nen Strich durch die Rechnung, da es gerade ungemein heiß dort oben da ist. Na mal sehen. Hoff ihr seid alle fit und munter und lassts kräftig krachen. Ich muss mich jetzt um meinen Laptop kümmern, der mir meine komplette Festplatte inklusive Fotos, Dokumente und Musik gelöscht hat. Sowas ist super, vor allem in nem Land, in dem du keinem erklären kannst, was dein Problem ist (apropro Problem in fremden Land: bin den ganzen Morgen schier verrueckt geworden, weil der Bankautomat kein Geld mehr ausgespuckt hatte und ich auf nur noch 10Euro sass – is jetzt zum Glueck geklaert – sorry Mapa fuers Wecken!).

Also toi toi toi.

Farmergrüße aus der Hauptstadt Tasmaniens
eure Andrea

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