Archive for März 2009

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Born to be wiiiild – kurzer Zwischenbericht

März 27, 2009

Born to be wiiiiiildSodele, hab Bundaberg inzwischen verlassen und bin für zwei Nächte in Agnes Waters (Town of 1770) geblieben. Heute Abend geht’s mit dem Nachtbus weiter nach Airlie Beach und von dort aus geh ich Seeegeln.

In Bundaberg fühlte ich mich ein wenig fehl am Platz. Es ist bekannt dafür, dass all die Fruitpicker dort arbeiten, sprich ich war so gut wie der einzige ‚Touri‘. Hab aber das Beste daraus gemacht und mich ein wenig unter die Leute gemischt. War unter anderem in der Rum Distellerie des Bundaberg Rums. Das konnt ich mir nicht entgehen lassen und es war auch recht interessant. Die Kostproben lässt man selbstverständlich auch nicht aus.

Hier in Agnes Waters bin ich in nem Backpacker gewesen, welches total ‚chillig‘ ist, wie alle es hier ausdrücken. Da es hier nicht sehr viel zu tun gibt, hab ich mich dafür entschlossen eine ‚Choppa Tour‘ zu machen. Mann, war das ein Spaß. So bin ich das erste Mal in meinem Leben eine Mini-Harley gefahren und wollt gar nicht mehr aufhören. Unter anderem haben wir unterwegs Kängurus beobachtet und sind ganz nahe gekommen und zum Schluss noch den Sonnenuntergang über Wasser beobachtet (geht ja bekanntlich an der Ostküste nicht sonderlich oft). Würds jederzeit wieder machen. Hab mich wie ne Große gefühlt.

Abends dann noch ins hiesige Pub um ein paar andere Leute kennen zu lernen und ein paar Runden Pool zu spielen und das wars auch schon wieder.

Bin inzwischen mal wieder erkältet und drum taten mir ein paar ruhigere Tage eigentlich ganz gut. Aber ist doch gut zu wissen, dass ich mich nicht zu sehr veränder, bzw. meine Gesundheit immer noch die Gleiche ist, oder?!

Sofern ich nicht auf hoher See über Bord geh oder meine Seekrankheit mich für einige Tage aus der Bahn wirft, werde ich euch bald ein paar schöne Bilder von den Whitsundays senden.

Bis dahin senden euch meine Bazillen und ich warme Grüße. Ba-ba

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Fraser Island – Sandy Paradise!

März 25, 2009

Fraser '09

Um es mit den Worten unseres Guides zu sagen: ‚Woohoo!‘ Es war einfach suuuuper. Nachdem ich zwei ruhige und erholende Tage in Noosa mit neu kennen gelernten Leuten verbrachte fuhr ich nach Rainbow Beach.

Rainbow Beach ist sozusagen der Zugang zu Fraser Island, auf dem entweder geführte 1-3 Tages Guided-Touren gemacht werden oder die beliebten und viiiel besseren ‚Self Drive Touren‘. Also kam ich dort an und wollte einchecken um am nächsten Tag mein Abenteuer anzutreten. Was passiert? Ich bin nicht eingebucht! Alle Betten voll, kein Sitz in einem der Autos frei, Fraser ade! Ich hätte heulen können. Mit viel Glück und der Überzeugungskunst einer der Rezeptionistinnen haben zwei Leute ihre Tour verschoben so dass ich einen ihrer Plätze bekam… puuh.

Also gings am nächsten Morgen los. Wir waren 55 Leute à 11 Leute pro 4WD-Drive. In meiner Gruppe waren 7 Engländer, 1 Israeli, 1 Schwedin und eine Holländerin. Vom Start ab war uns erlaubt zu tun und lassen was wir wollten. Zwar wurden uns Tipps gegeben, wo hin gehen, wo schlafen, wo Party machen etc. Aber schlussendlich war alles unsere Entscheidung… und das haben wir definitiv genossen.

Eigentlich haben wir nix anderes gemacht, wie den ganzen Tag an irgendwelchen Seen verbracht und im Wasser geplanscht, gegessen und gefeiert… super toll. Awesome time.

Wir haben den Lake McKenzie, Lake Wabby, das Maheno Wreck, Eli Creek und unseren beliebten Campingplatz/Partyplatz gesehen! Leider war die Hälfte der Insel immer noch gesperrt, da Hamish zu stark gewütet hat und der Strand so nicht mehr befahrbar war. Aber wir haben einfach das Beste daraus gemacht und trotzdem riesen Spaß gehabt.

Fraser ist die größte Sandinsel der Welt und das merkt man auch definitv… so viel Sand kanns gar nirgend wo anders geben. Echt nuuuur Sand. Überall!!! Selbst in Stellen, von denen gar nicht wusstest, dass sie existieren. Ganz schnell haben wir uns damit abgefunden, dass das Zelt, deine Klamotten und sogar jedes Essen Sand in Hülle und Fülle enthielt. Außerdem ist Fraser für die vielen wilden Dingos bekannt, die uns echt an jeder Ecke Gesellschaft geleistet haben und vor allem nachts am liebsten mit uns gefeiert hätten. Süß sind sie aber trotzdem, wie Hunde, so richtig zum Kuscheln.

Nach 2 ½ Tagen hieß es dann leider wieder aufs Festland zurück. Zwar hast dich auf eine richtige Dusche gefreut aber gleichzeitig wusstest auch, dass das Abschied bedeutet. Werd die beiden Mädels (waren übrigens die zwei vom Kanuen – Ferie und Cecilia) und vor allem meinen Knuddelbär Alex, mit dem ich mich einfach super verstanden hab, total vermissen. Die anderen waren auch alle total lieb und leider weißt, dass die meisten von ihnen nie wieder sehen wirst. Aber die Hoffnung stirbt ja zuletzt.

Bin inzwischen nach Bundaberg weitergezogen und werd hier mal sehen, ob ich was von dem berühmten Rum abbekomme. 😉 Kann mir das ja fast nicht entgehen lassen, wenn man schon mal die Möglichkeit dazu hat.

Deshalb sende ich euch ganz viele liebe und, Gott sei Dank, wieder sandfreie Grüße und kann nur sagen: Erlebt es selbst ‚Woohoo!‘

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Und 1 und 2 und 3 – Kanuen in Noosa

März 18, 2009

Die Kanuten ;)‚Ich melde mich live aus Noosa, wo gerade eine 3 Tage Kanu Tour überlebt wurde. Bis zum frühen Morgen waren noch viele Opfer auf dem Wasser und keiner wusste, ob sie jemals wieder an Land ankommen werden. Die Sonne brannte, die Arme schmerzten und der Goon saß Manchen noch immer in den Gliedern. Wir trauern um alle Verlorenen und hoffen ihr Paddlerseelen wandern nicht zu den Kayaks über. Weitere News live auf dem Andrea-on-Tour-Kanal. Bleiben Sie dran.‘

Ja, was gibt’s mehr zu sagen… ich bin am Ar… ähm Äpfel. Meine Aaaarme!! Trotzdem, es war richtig toll. Aber jetzt mal ganz von Anfang…

War ja zuletzt in Mooloolaba von wo aus ich den Trip zum Australia Zoo geplant hatte. Also mein Hostel da war echt super. Total gemütlich und wieder mal haben alle gemeinsam Spaß gehabt, was leider nicht in vielen Hostels vorkommt. Hab mich gleich mit ein paar Engländern angefreundet, von denen ich einen bereits in Surfers kennen gelernt hatte. So hieß es dann abends lecker miteinander essen und später in den Nachtclub. Es hat echt seine Vorteile, wenn man ein Mädel is, braucht selten bis gar kein Geld dazu… 😉

Dann gings zum Australia Zoo. Hab mich da langsam durchgearbeitet. In der Show, die endlich um die Krokodile gehen sollte (Australia Zoo is die Heimat Steve Irwins, dem Crocodile Hunter) guck ich dann neben mich und seh doch ganz zufällig Manu und Christina, das deutsche Pärchen, das ich bereits in Newcastle kennen gelernt hatte. So haben wir dann einen schönen Tag miteinander verbracht. Unter anderem haben wir den großen wilden Kätzchen beim Planschen zugeguckt, Koalas geknuddelt und eine giftige Schlange entdeckt, die dann mit unserem Beisein eingefangen wurde. Richtig interessant.

Also gings auf nach Noosa zum Gagaju Bush Camp, von wo aus ich meine 3 Tage Tour startete. Die erste Nacht wurde noch im Camp verbracht und so lernte man sich kennen, hat sich die Route eingeprägt und sich auf den ersten großen Tag vorbereitet.

Der ging dann erst mal mit 3 ½ km von einem Fluss in einen See paddeln los. Dort wurde angelegt, und ca. 2 ½ km zum Strand gelaufen. So haben wir einen ganzen Tag lang nichts anderes gemacht als gepaddelt, am Strand gelegen und regelmäßig Wasser an die Haut kommen lassen. Aaaber war das heiß!! Auf dem verdammten Wasser kannst die Sonne leider nicht meiden, genauso wenig wie an den australischen Stränden, da es da nix anderes gibt, als Gestrüpp, Sand und Wasser. Das hieß bei 35° im Schatten: Tonnen von Sonnencreme, lange Klamotten und viel viel Schweiß. ^^ Abends gings zurück zum Camp.

Am nächsten Tag haben wir dann unseren OvernightTrip gestartet, der erstmal 7 km bis zu einem Creek ging, wo wir Lunch hatten und einen Dip ins Wasser. Hinterher nochmal 2 km über einen See zu unserem Camp. Man war das anstrengend. Die Strömung war gar nicht für uns. Dort haben wir uns dafür aber einen schönes Dinner im 2. Ältesten Pub Queenslands gegönnt und sind  ‚früh‘ schlafen gegangen, weil es heute Morgen dann hieß, 7km zurück bis ans Camp und das vor 10Uhr. Uiuiuiuiui. Ich bin schier gestorben. Ich bin echt nicht zum Paddeln gemacht. Mein Partner musste echt schwer mit mir schlucken, aber ich hab nicht aufgegeben!! Ha!

Die Gruppe selbst war super. Zu Beginn waren wir 12 Leute. 5 Schweden, 3 Holländer, 3 Engländer und ich. Aber nach der ersten Nacht im Zelt haben 4 der Schweden aufgegeben und so blieben nur noch 8 übrig. Aber war genau richtig, denn wir haben uns richtig gut verstanden und es war auch netter, nur zu zweit zu paddeln (in 4 Kanus) anstatt zu dritt – auch wenns schwerer war, viiiel schwerer! Alles in allem warens die 24km auf dem Wasser echt wert und ich würde es auch jedem empfehlen – mir nicht mehr, aber jedem anderen mit ein paar Armmuckis.

Werde mich jetzt erholen… und ein normales Bett genießen. Man ist das Backpackerleben schön – richtige Betten, Duschen, Toiletten, motorbetriebene Fahrzeuge – ich werde mich nie wieder darüber beschweren.

Wünsch euch was!! Würd ja winken, aber kann die Arme nicht mehr heben ^^.
Eure jammernde Andrea

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Puh überlebt – Zyklon Hamish

März 13, 2009

die Python und ichHehe, hört sich so an, als ob ich mittendrin war. Ne, war ich aber nicht. Also für alle die’s nicht wissen, in der letzten Woche hat hier der Zyklon Hamish an der Ostküste gewütet. Zwischendurch war er richtig gefährlich und diverse Inseln etc wurden evakuiert. Laut Informationsboard meines Hostels hier, hat er heute nur noch die Kategorie 1 und soll sich deshalb nicht mehr sonderlich auf meine Reise auswirken. Hatte echt Schiss, dass alle meine Touren abgesagt werden und dann ??? Aber is ja jetzt geklärt.

Heute geht’s los, sozusagen… Ich fahr heute noch für zwei Nächte nach Mooloolaba, da dort der Australia Zoo ist und den muss ich mir natürlich angeguckt haben und dann geht’s übermorgen weiter nach Noosa, von wo aus ich meinen ersten Trip mache. Nämlich einen drei Tage Kanu-Trip. Bin ja mal gespannt, ob wir, ich und meine Arme der Sache gewachsen sind.

Die letzten Tage hab ich in Brisbane zugebracht und hab hier wirklich keinen Stress aufkommen lassen. Hab mich mal wieder organisiert und war nur im Städtchen, Botanischen Garten und außerdem in Koala Lone Pine Park.

Wie ihr schon hört, mal wieder ein Tierpark, aber da kann ich nicht genug davon bekommen… Und es war total schön dort. Hab mir all die Tierchen angeguckt und außerdem aufmerksam den Präsentationen (hab ne Menge über Koalas und Schlangen gelernt) gelauscht oder die Shows besucht (Sheep-Dog-Show, das ultimative Australische Farmerleben und eine Greifvogelschau). War echt toll. Der grönende Abschluss war dann noch ein Foto mit einer 2 ½ m langen Python, die aber ruhig etwas größer oder älter wie ihr Kumpel im Terrarium hätte sein können. Naja, vielleicht beim nächsten Mal.

Wollt nur noch ein kurzes Lebenszeichen von mir geben, weil ich ab sofort mehr unterwegs sein werde als nochmal zur Ruhe zu kommen, von dem her weiß ich noch nicht, wann ich euch hier wieder etwas hinterlasse.

Vergesst mich nicht und guckt vielleicht trotzdem immer wieder mal rein.
Viele Grüße aus DownUnder
von der Ausreißerin

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Lord of the Rings – NZ im Camper

März 10, 2009

NZ '09Isch bin zurück!! Und ich kann nur eins sagen. Es war suuuper! Wir drei, also Pati, ihre Freundin Chrisi und ich hatten eine tolle Zeit im Camper und haben im Schnelldurchlauf die Südinsel Neuseelands erforscht. Insgesamt hatten wir 7 Tage Zeit und in denen wir rund 3100km gefahren sind.

Ganz schnell gewöhntest dich daran, dass auf der falschen Straßenseite (und auch Auto- bzw. Camperseite) fährst, es kaum gerade Strecken auf Neuseeland gibt und du immer in Nähe einer öffentlichen Toilette nächtigst, um dich am nächsten Tag waschen zu können und den Geschirrabwasch zu erledigen. Wie gesagt super, … aber: Auf Dauer wär das auch nix für mich.

Wie dem auch sei: Wir sind jeden Tag zwischen 8-12 Stunden gefahren (das heißt morgens um 7Uhr raus und teils auch Nachtschichten fahren) und hatten so die Möglichkeit Lake Tekapo, Mt. Cook, Queentstown, Te Anau, die Glowworm Caves dort, die Mirror Lakes, Milford Sound, Fox und Franz Josef Glacier, Punakaiki, Golden Bay, Abel Tasman National Park, Kaikoura und die Hanmer Springs zu sehen.

Unser Camper – liebevoll ‚Cookie‘, nach unserer neuen Vorliebe benannt – war mit Sitzecke, ‚Küchenzeile‘, und Matratzen ausgestattet und so war es möglich, das ganze Leben darin abspielen zu lassen. An Regentagen wurde es zwar ein wenig feucht darin, da er ein Leck hatte, aber darüber sahen wir lässig hinweg, denn es war schlimmer, als uns das Gas ausging, als wir Nudeln kochen wollten (Not macht erfinderisch: schnell ab ins nächste Take Away Cafe), die Keas anfingen unseren Cookie zu fressen, oder wenn uns vor lauter privaten Grundstücken die Parkplätze ausgingen. ^^

Aber wir haben auch einiges gelernt. Jeder von uns weiß inzwischen wie man das Kühlwasser und Öl checkt (das machst ganz schnell, wenn dein Arsch immer wärmer wird, da der Motor darunter schnauft wie ein Esel wenns den Berg hochgeht), dass Duschen ein Privileg sind, dass wir wie die Japaner wild rumrennen um hunderte von Fotos zu machen (es könnte ja eine Kulisse von dem Herr der Ringe sein) und dass Nudeln ein sehr wichtiges Nahrungsmittel sind (neben Pasta, Nudeln und Pasta eben).

Ich glaube keine von uns bereut auch nur eine Minute unserer Entscheidungen auch wenn wir uns nicht immer einig waren. Es hat sich definitiv gelohnt und war mal was ganz anderes, als immer nur Backpacker-Hostels und der Tourbus. Erforschen auf eigene Tour!! Ich beneide alle Backpacker, die das länger machen können, aber alleine lohnt sich das leider nicht.

Ich wurde gefragt, was mir besser gefalle. Neuseeland oder Australien. Aber darauf kann ich irgendwie keine Antwort geben. Das sind für mich zwei total verschiedene Länder. Sowohl von den Landschaften, den Leute und auch den Gefühlen her. So blöd sichs auch anhört. Australien ist halt nunmal jetzt meine Heimat, Neuseeland hab ich nur besucht.

Aber wie dem auch sei: Ich empfehle jedem – geht, erlebt und seht euch das alles selbst an. Super Erfahrung!

Ab sofort heißt‘s nun wieder Ostküste Queensland. Freu mich ja schon. Mein einziges Problem ist im Moment leider nur Hamish. Davon gehört? Der schlimmste Zyklon seit 2006 wütet hier gerade mit bis zu 290km/h und diverse Inseln wurden schon evakuiert und Touren abgesagt. Ich hoffe er beruhigt sich, bis ich dorthin komme, denn das wäre schon nächste Woche. Aber da sind wir jetzt einfach mal zuversichtlich, oder?!

Somit sende ich ein wenig skeptische aber immer noch aufgeregte Grüße und hoffe euch allen geht es gut. Eure Andrea

PS: unten sind noch ein paar Erklärungen, sofern ihr wissen wollt, was wir gesehen haben.

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