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Lord of the Rings – NZ im Camper

März 10, 2009

NZ '09Isch bin zurück!! Und ich kann nur eins sagen. Es war suuuper! Wir drei, also Pati, ihre Freundin Chrisi und ich hatten eine tolle Zeit im Camper und haben im Schnelldurchlauf die Südinsel Neuseelands erforscht. Insgesamt hatten wir 7 Tage Zeit und in denen wir rund 3100km gefahren sind.

Ganz schnell gewöhntest dich daran, dass auf der falschen Straßenseite (und auch Auto- bzw. Camperseite) fährst, es kaum gerade Strecken auf Neuseeland gibt und du immer in Nähe einer öffentlichen Toilette nächtigst, um dich am nächsten Tag waschen zu können und den Geschirrabwasch zu erledigen. Wie gesagt super, … aber: Auf Dauer wär das auch nix für mich.

Wie dem auch sei: Wir sind jeden Tag zwischen 8-12 Stunden gefahren (das heißt morgens um 7Uhr raus und teils auch Nachtschichten fahren) und hatten so die Möglichkeit Lake Tekapo, Mt. Cook, Queentstown, Te Anau, die Glowworm Caves dort, die Mirror Lakes, Milford Sound, Fox und Franz Josef Glacier, Punakaiki, Golden Bay, Abel Tasman National Park, Kaikoura und die Hanmer Springs zu sehen.

Unser Camper – liebevoll ‚Cookie‘, nach unserer neuen Vorliebe benannt – war mit Sitzecke, ‚Küchenzeile‘, und Matratzen ausgestattet und so war es möglich, das ganze Leben darin abspielen zu lassen. An Regentagen wurde es zwar ein wenig feucht darin, da er ein Leck hatte, aber darüber sahen wir lässig hinweg, denn es war schlimmer, als uns das Gas ausging, als wir Nudeln kochen wollten (Not macht erfinderisch: schnell ab ins nächste Take Away Cafe), die Keas anfingen unseren Cookie zu fressen, oder wenn uns vor lauter privaten Grundstücken die Parkplätze ausgingen. ^^

Aber wir haben auch einiges gelernt. Jeder von uns weiß inzwischen wie man das Kühlwasser und Öl checkt (das machst ganz schnell, wenn dein Arsch immer wärmer wird, da der Motor darunter schnauft wie ein Esel wenns den Berg hochgeht), dass Duschen ein Privileg sind, dass wir wie die Japaner wild rumrennen um hunderte von Fotos zu machen (es könnte ja eine Kulisse von dem Herr der Ringe sein) und dass Nudeln ein sehr wichtiges Nahrungsmittel sind (neben Pasta, Nudeln und Pasta eben).

Ich glaube keine von uns bereut auch nur eine Minute unserer Entscheidungen auch wenn wir uns nicht immer einig waren. Es hat sich definitiv gelohnt und war mal was ganz anderes, als immer nur Backpacker-Hostels und der Tourbus. Erforschen auf eigene Tour!! Ich beneide alle Backpacker, die das länger machen können, aber alleine lohnt sich das leider nicht.

Ich wurde gefragt, was mir besser gefalle. Neuseeland oder Australien. Aber darauf kann ich irgendwie keine Antwort geben. Das sind für mich zwei total verschiedene Länder. Sowohl von den Landschaften, den Leute und auch den Gefühlen her. So blöd sichs auch anhört. Australien ist halt nunmal jetzt meine Heimat, Neuseeland hab ich nur besucht.

Aber wie dem auch sei: Ich empfehle jedem – geht, erlebt und seht euch das alles selbst an. Super Erfahrung!

Ab sofort heißt‘s nun wieder Ostküste Queensland. Freu mich ja schon. Mein einziges Problem ist im Moment leider nur Hamish. Davon gehört? Der schlimmste Zyklon seit 2006 wütet hier gerade mit bis zu 290km/h und diverse Inseln wurden schon evakuiert und Touren abgesagt. Ich hoffe er beruhigt sich, bis ich dorthin komme, denn das wäre schon nächste Woche. Aber da sind wir jetzt einfach mal zuversichtlich, oder?!

Somit sende ich ein wenig skeptische aber immer noch aufgeregte Grüße und hoffe euch allen geht es gut. Eure Andrea

PS: unten sind noch ein paar Erklärungen, sofern ihr wissen wollt, was wir gesehen haben.

Unsere Sehenswürdigkeiten:
Lake Tekapo: Super schöner See, an dem auch eine kleine Kapelle namens God Shepherd steht.
Lake Pukaki: Ein See, der aufgrund des schlechten Wetters eine Wahnsinnsfarbe hatte – türkis.
Mt. Cook: höchster Berg Neuseelands, den wir aber aufgrund eineinhalb Tage langen Schauers und dicken Wolken nicht zu Gesicht bekamen (also stimmt mein Satz oben nicht … egal)
Queenstown: die Backpacker-Partystadt, haben aber auf Party verzichtet, da wichtigeres auf dem Programm stand. Chrisi zum Beispiel hat hier einen 43m Bungeesprung gewagt.
Te Anau: Ein süßes kleines Städtchen. Ich hab hier eine Tour zu den Glowworm Caves unternommen, welche eine weiße Höhle ist, in der hunderte von Glühwürmchen an der Decke hängen. Sieht aus, wie der Sternenhimmel, total schön. Leider waren keine Fotos erlaubt.
Mirror Lakes: Ein See, in dem sich die dahinter befindenden Berge und die Landschaft spiegelt.
Milford Sound: Eine der Fjords Neuseelands. Hier haben wir eine Bootstour unternommen um die wunderschöne Gegend zu sehen. Unter anderem gabs dort Wasserfälle und Robben.
Fox und Franz Josef Glacier: riesige Gletscher, die sich in einem Nationalpark befinden. Super Anblick.
Punakaiki: bekannt für die Pancake Rocks (geschichtete Felsen) und die Blowholes (leider war Ebbe)
Golden Bay: super schöner Strand im Norden NZs. Soll superschön zum Sonnenuntergang sein, wir haben den verpasst und sind deshalb morgens für den Sonnenaufgang aufgestanden.
Abel Tasman Nat. Park: der wohl bekannteste Nat. Park NZs. Natur, Natur, Natur – echt schön.
Kaikoura: Stadt an der Ostküste. Hier werden viele Wassersporte betrieben und außerdem gibt’s eine Seelöwenkolonie in freier Wildbahn dort, die man beobachten kann.
Hanmer Springs: Therme, die mit Quellwasser und Natürlichkeit locken. Warmes und chilliges Vergnügen.


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